Vor 100 Jahren erschien 1926 im neugegründeten Verlag der gewerkschaftsnahen Büchergilde Gutenberg unter dem Namen ‚B. Traven‚ der Roman Das Totenschiff, gefolgt von dem Roman Der Wobbly, der im Juni 1925 schon unter dem Titel Die Baumwollpflücker im sozialdemokratischen Vorwärts als Fortsetzungsroman erschienen war (und später, erweitert, auch erneut diesen Titel haben sollte).
Beispielsweise Albert Einstein, Bert Brecht und Kurt Tucholsky waren Traven-Fans und äusserten sich überschwänglich über dessen Bücher.
Diese beiden genannte Bücher, mit einigen schnell folgenden weiteren, begründeten in den nur sieben Jahren bis zur NS-Machtergreifung eine kometenhafte Schriftstellerkarriere, die B. Traven zum Star- und Bestsellerautor zunächst der Büchergilde machte. Die Nazis setzten dann seine sozialkritischen Bücher auf den Index, während die bis heute existierende Büchergilde erst nach Österreich und dann in die Schweiz auswich.
Nach dieser zwölfjährigen Verkaufsflaute wurde B. Traven in der Nachkriegszeit, nicht zuletzt durch die Verfilmungen seiner Romane (u.a. Hollywood 1948, Der Schatz der Sierra Madre mit Humphrey Bogart – 8 Oscars und Deutschland 1959, Das Totenschiff mit u.a. Mario Adorf) endgültig zum literarischen Weltstar, der in zig Sprachen übersetzt wurde. Auch in der DDR wurde BT in vielen Auflagen gedruckt und mag mit zur sog. „Wende“ beigetragen haben. Bis zu seinem Tod in Mexico City 1969 ging das Rätselraten weiter, wer denn dieser interessante und öffentlichkeitsscheue Autor nun sei, der stoisch verkündete, nur seine Werke seien wichtig, nicht seine Person.
Dann stand fest, dass es der Literat und Räterevolutionär Ret Marut aus München war, der dies erst auf dem Totenbett bekannte.
Auf dieser Seite werden wir, die Internationale B. Traven Gesellschaft e.V. [IBTG] bekannt geben, welche Neuigkeiten und Veranstaltungen es zum 100jährigen Jubiläum des Ersterscheinens der besagten Romane unter dem Autorennamen B. Traven hierzulande und international gibt.
Wir bitten um Verständnis, dass dies seine Zeit braucht, da es von nirgendwo her Mittel für dieses Jubiläum dieses wichtigen deutsch-mexikanischen Autors gibt, den man anscheinend am liebsten vergessen möchte, weil seine scharf kapitalismus-, kolonialismus- und kirchenkritischen Bücher nach einhundert Jahren immer noch eine bedrückende Aktualität haben.
Ralf G. Landmesser, Publizist und Vorsitzender der IBTG
Vor 100 Jahren erschien 1926 im neugegründeten Verlag der gewerkschaftsnahen Büchergilde Gutenberg unter dem Namen ‚B. Traven‘ der Roman Das Totenschiff, gefolgt von dem Roman Der Wobbly, der im Juni 1925 schon unter dem Titel Die Baumwollpflücker im sozialdemokratischen Vorwärts als Fortsetzungsroman erschienen war (und später, erweitert, auch erneut diesen Titel haben sollte).
Beispielsweise Albert Einstein, Bert Brecht und Kurt Tucholsky waren Traven-Fans und äusserten sich überschwänglich über dessen Bücher.
Diese beiden genannte Bücher, mit einigen schnell folgenden weiteren, begründeten in den nur sieben Jahren bis zur NS-Machtergreifung eine kometenhafte Schriftstellerkarriere, die B. Traven zum Star- und Bestsellerautor zunächst der Büchergilde machte. Die Nazis setzten dann seine sozialkritischen Bücher auf den Index, während die bis heute existierende Büchergilde erst nach Österreich und dann in die Schweiz auswich.
Nach dieser zwölfjährigen Verkaufsflaute wurde B. Traven in der Nachkriegszeit, nicht zuletzt durch die Verfilmungen seiner Romane (u.a. Hollywood 1948, Der Schatz der Sierra Madre mit Humphrey Bogart – 8 Oscars und Deutschland 1959, Das Totenschiff mit u.a. Mario Adorf) endgültig zum literarischen Weltstar, der in zig Sprachen übersetzt wurde. Auch in der DDR wurde BT in vielen Auflagen gedruckt und mag mit zur sog. „Wende“ beigetragen haben. Bis zu seinem Tod in Mexico City 1969 ging das Rätselraten weiter, wer denn dieser interessante und öffentlichkeitsscheue Autor nun sei, der stoisch verkündete, nur seine Werke seien wichtig, nicht seine Person.
Dann stand fest, dass es der Literat und Räterevolutionär Ret Marut aus München war, der dies erst auf dem Totenbett bekannte.
Auf dieser Seite werden wir, die Internationale B. Traven Gesellschaft e.V. [IBTG] bekannt geben, welche Neuigkeiten und Veranstaltungen es zum 100jährigen Jubiläum des Ersterscheinens der besagten Romane unter dem Autorennamen B. Traven hierzulande und international gibt.
Wir bitten um Verständnis, dass dies seine Zeit braucht, da es von nirgendwo her Mittel für dieses Jubiläum dieses wichtigen deutsch-mexikanischen Autors gibt, den man anscheinend am liebsten vergessen möchte, weil seine scharf kapitalismus-, kolonialismus- und kirchenkritischen Bücher nach einhundert Jahren immer noch eine bedrückende Aktualität haben.
Ralf G. Landmesser, Publizist und Vorsitzender der IBTG